Rückblick aufs Symposium an der Uni Regensburg

Auf Twitter habe ich schon etwas gespoilert: Das Symposium an der Uni Regensburg zum Thema «Die Zukunft des Kulturbetriebs in der digitalisierten Gesellschaft» war wirklich gut und interessant. Interessant war allein schon der Titel, weil er offen lässt, ob sich denn der Kulturbetrieb in einer digitalisierten Gesellschaft überhaupt selbst auch digitalisieren müsse. Normalerweise wird das ja als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt und es gibt kollektives Haareraufen, wie schlimm Deutschland hinter dem Rest der Welt herhinkt und wie schlimm der Kultursektor hinter dem restlichen Deutschland hinterherhinkt. Hier war es ein etwas nüchternerer Blick: Die Digitalisierung ist ein Phänomen, mit dem man sich beschäftigen muss, aber die Schlussfolgerungen für das eigene Handeln liegen keinesfalls so sehr auf der Hand, wie immer der Anschein erweckt wird. Mehr…

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Das war das nördlichste stARTcamp aller Zeiten

Mittlerweile ist das Thema Digitalisierung auch im Kultursektor angekommen. Man kann das u.a. am Interesse am ersten Hamburger stARTcamp sehen. Trotz Vorverkaufsstart mitten in der Sommerpause waren die Tickets binnen anderthalb Wochen praktisch weg. Etliche Teilnehmer nahmen auch längere Anreisen in Kauf, um bei der Premiere dabei zu sein. Auch die Bereitschaft, Sessions anzubieten war erfreulich (vielleicht hatte das mit den tollen Incentives zu tun, die Katrin Schröder und René Scheer vorbereitet hatten), Session- und Raumangebot gingen genau auf. Weil sich alle Teilnehmer sehr diszipliniert an die «Jeder nur 3 Hashtags»-Regel in der Vorstellungsrunde hielten und der Sessionplan früher fertig war als gedacht, konnten wir sehr entspannt in den Vormittag starten.

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Zwei „Save the dates“: stARTcamps 2017

Nach der Elbphilharmonie-Eröffnung und dem G20-Gipfel steht für 2017 noch ein weiteres bedeutendes Ereignis in Hamburg an, das größte mediale Aufmerksamkeit verdient: Am 23. September wird erstmals ein stARTcamp in der Hansestadt stattfinden. Veranstaltet wird es gemeinsam vom Institut für Technische Bildung und Hochschuldidaktik der TU Hamburg-Harburg, in dem das Camp auch stattfinden wird und vom Archäologischen Museum Hamburg. Die Initiative, endlich auch ein Camp in Hamburg durchzuführen, kommt vom vom Social Media Stammtisch Kultur Hamburg (#smskulturhh), aus dessen Teilnehmerkreis sich auch das Orgateam rekrutiert. Es wird ein kleines feines Camp mit max. 50 Teilnehmern werden. Tickets werden in Kürze erhältlich sein.

Ebenfalls eine Premiere – sogar in mehrfacher Hinsicht – wird das Schweizer stARTcamp sein, das am 20. November in Sion im Wallis stattfindet. Es ist das erste stARTcamp außerhalb des deutschen Sprachraums und daher auch das erste mehrsprachige. Sessions können in französisch, deutsch oder englisch angeboten werden. Die Tickets sind ab sofort erhältlich.

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Snapchat oder lieber gleich Chatbot?

Neulich schrieb ich darüber, dass Instagram sich langsam zu einem ernst zunehmenden Marketingtool entwickelt. Das hat ein bisschen mit verbesserten Features von Instagram zu tun, vor allem aber mit den Anbindungsmöglichkeiten an den Facebook-Werbeanzeigenmanager. Jetzt schreibt Juana Zimmermann in der Neuen Musikzeitung über die Einsatzmöglichkeiten von Snapchat im Kulturbereich und ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Snapchat ziemlich genau das gleiche Problem hat, wie Instagram bis vor kurzem. Besser gesagt, Kultureinrichtungen haben dieses Problem, denn sie können und werden sich in der Regel nicht bei Snapchat Discover einkaufen. Die Customer Journey hört also auf, bevor sie überhaupt begonnen hat, man muss sich in seiner Snapchat-Filterbubble selbst genügen. Zimmermann schickt daher auch gleich vorweg, dass Snapchat die Möglichkeit bietet,

etwas zu zeigen, was neben (Hervorhebung durch CH) der Standard-Marketing-Strategie liegt. Der Beleuchter könnte einen Tag lang seinen Arbeitsablauf dokumentieren, die Hospitantin von ihren Erlebnissen berichten. Die kleinen Schritte der Prozesse statt großer Ergebnisse werden sichtbar.

Das wiederum ist aber keine besondere Leistung von Snapchat, das geht auch mit Blogs, Twitter und eben Instagram und war genau die Begründung, mit der man jeweils vor 8, 6 bzw. 2 Jahren dort eingestiegen ist. Snapchat ist – wie Zimmermann schreibt – eher ein Messenger als ein Netzwerk. Allerdings (noch) keiner, der wie der Facebook Messenger die Einbindung von Chatbots erlaubt. Also, warum nicht den Snapchat-Hype überspringen und gleich in das Thema Chatbots einsteigen? Die sind nämlich nicht nur der neue heiße Scheiß, sondern auch kompatibel mit einer bezahlbaren Standard-Marketing-Strategie, die den Besucher aus der Filterbubble seines bevorzugten Social Media-Tools holt und auf eine Reise mitnimmt, die in einem kulturellen Erlebnis kulminiert.

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Nochmal stARTcamp Schweiz

Vor kurzem habe ich bereits über das Schweizer stARTcamp am 21. November geschrieben, bin dann aber schnell zu unseren Überlegungen zum #neustART der stARTconference abgeschweift. Deswegen also noch einmal etwas zum Inhalt des Schweizer Camps. Das Thema lautet «Der digital erweiterte Kulturraum», mit einem Schwerpunkt auf Contentstrategien und Storytelling. Es wird also um Fragen gehen a la: Wie erzählt man mit digitalen und mobilen Medien?, wie vermittelt man und weckt man Neugier auf die Kunst?, welche Möglichkeiten der Interaktion und Partizipation gibt es?, wie kann man den virtuellen Raum mit Inhalten bespielen?, welche Skills braucht es?, welche Strategien gibt es?, wie kann man mit Grenzen und Risiken umgehen?

Ich selbst werde eine Session mit dem Titel Moving picture moving audience anbieten, wo ich ein kleines Forschungsprojekt vorstelle, an dem ich gerade für das Institut für Designforschung (ZHdK) arbeite. Bei dem Projekt haben wir Zürcher Kultureinrichtungen befragt, wie sie Bewegtbild in ihrer Kommunikation einsetzen. Die Idee ist, aus der Praxis der Kultureinrichtungen abzuleiten, welche Ansätze und Konzepte gut funktionieren. Das Problem mit Ansätzen aus der Beraterpraxis ist ja oftmals, dass sie sehr generisch sind und/oder an der Realität der Kultureinrichtungen vorbeigehen. Die erste Befragungsrunde ist gerade abgeschlossen, in den kommenden Wochen folgen noch ein paar vertiefende Interviews, so dass ich beim stARTcamp dann werde sagen können, was dabei herausgekommen ist.

Außerdem wird im Rahmen des Schweizer stARTcamps auch der neue Leitfaden Social Media für Museen II – Das digital erweiterte Museum vorgestellt. Dieser Leitfaden wurde unter Federführung von Axel Vogelsang an der Hochschule Luzern, Design / Kunst erarbeitet. Den ersten Band kann man übrigens immer noch kostenlos als PDF bezehen. Wer sich also dafür interessiert ist herzlich eingeladen, im Anschluss an das Camp zum Apero (für deutsche Leser: Empfang) im Café Pavillon des Museums für Kommunikation zu kommen. Ein gedrucktes Exemplar (Limited Edition!) des Leitfadens ist für die Camp-Teilnehmer übrigens im Eintrittspreis inklusive!

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2. stARTcamp Schweiz am 21. November in Bern

Keyvisual des stARTcamp Bern
Am 21. November 2016 findet im Alpinen Museum in Bern das 2. Schweizer stARTcamp statt. Ich habe die Freude, es wieder gemeinsam mit Axel Vogelsang, Roger Aeschbach und Daniele Turini vorzubereiten. Tickets sind ab sofort erhältlich. Die ersten 20 Tickets gibt es mit einem Rabatt von 30%. Am besten also schnell zuschlagen. Das stARTcamp in Bern ist aber nicht nur einfach das zweite Schweizer stARTcamp. Es ist zugleich Teil der stARTconference 2016. Mehr…

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Geht Marketing mit Instagram?

Eine meiner Lieblingsdiskussionen im Bereich Social Media dreht sich um die Frage, ob und wenn ja wie man mit Instagram eigentlich Marketing machen kann. Einmal bekam ich die Antwort: «Naja, professionell halt». Ansonsten wird gern ins Feld geführt, dass die Wachstumsraten so groß wie bei keinem anderen Social Network sind (2015 waren es 20% Wachstum in den USA), es nirgends sonst so viel Interaktion gibt, Bilder halt emotional sind und schnell erfasst werden, Facebook nur noch was für Leute ab Mitte 30 ist usw. Meine Gegenthese ist dann immer, dass das zwar alles stimmt, aber noch nichts mit Marketing zu tun hat. Auch eine Website, die explizit absatzwirtschaft.de heißt, bleibt da mit ihren 5 Tipps für erfolgreiches Marketing auf Instagram sehr an der Oberfläche:

Instagram ist der neue Renner unter den sozialen Medien und wird immer wichtiger für Marken und Unternehmen.

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Marktforschung mit Googlesuche

The auto suggest results provided by Google & Bing are a goldmine of insight for today’s marketeers.

schreibt die Website answerthepublic. Was eigentlich als Service für die Suchmaschinennutzer gedacht ist, um schneller an gute Suchergebnisse zu kommen, gibt Content-Anbietern einen äußerst interessanten Einblick, wonach Leute suchen und dementsprechend Anhaltspunkte für die eigene Contentredaktion und Suchmaschinenoptimierung. Answerthepublic stellt daher die häufigsten Suchanfragen rund um ein Keyword zusammen und visualisiert sie auf hübsche Art und Weise. So wie hier für den Suchbegriff «Oper». Warum Carmen so beliebt ist, würde mich tatsächlich auch mal interessieren. 😉

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Facebook als digitales Pausenfoyer

Warum haben es Theater so schwer im sozialen Netz? Warum tun Theater sich so schwer im Netz?

fragten die Kulturfritzen kürzlich in einem Blogbeitrag und machten nach einer angeregten Diskussion zu dieser Frage eine Blogparade draus, zu der ich gern diesen Beitrag beisteuere. Ein paar Gedanken zu dem Thema «Theater und Digitalisierung» habe ich mir bereits im Sommer anlässlich des Deutsche-Bühne-Schwerpunkts «Geht Theater auch digital?» gemacht. Mehr…

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Gelungene stARTcamp-Premiere in der Schweiz

Die ersten Ideen für ein Schweizer stARTcamp gehen zurück in das Jahr 2012, wenn ich das richtig erinnere. Und wie das in der Schweiz mitunter so ist, dauert es einfach ein kleines bisschen länger als anderswo. Am vergangenen Montag war es dann aber endlich soweit mit der Schweizer stARTcamp-Premiere. Ca. 50 Camper waren wir im Historischen Museum Basel, das freundlicherweise Räume und Infrastruktur zur Verfügung gestellt hatte. In meinen Augen eine ideale Grösse für ein stARTcamp. Frank Tentler, der extra aus dem Ruhrgebiet angereist war, und Mitorganisator Axel Vogelsang haben bereits ausführliche Rückblicke in ihren Blogs veröffentlicht. Aber da jeder Teilnehmer aufgrund der parallel laufenden Sessions sein ganz individuelles stARTcamp erlebt, fasse ich den Tag hier auch noch einmal aus meiner Sicht zusammen. Mehr…

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