Oper 2.0

Veröffentlicht von Christian Holst am

Bin gerade durch Zufall auf einen interessanten Artikel gestoßen, der fragt, wem eigentlich die Oper gehört. Es knüpft zwar nicht ganz direkt dort an, aber ich frage mich schon seit längerem, ob das Web 2.0-Prinzip nicht geeignet ist, die altehrwürdige Kulturszene ordentlich aufzumischen. Zum einen, weil das Web 2.0 solche bzw. ähnliche Möglichkeiten zur Teilhabe bietet, wie in dem Artikel beschrieben. (Auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, wie das qualitativ einen Musikgenuss ergeben soll.) Aber auch, weil hier mal Ernst gemacht werden könnte mit dem aufklärerischen Anspruch des Theaters. Denn ohne eine diskursive Komponente stellt er sich doch selbst bloß. Eine Widersprüchlichkeit von (öffentlichen) Theatern besteht doch darin, dass sie mit feudalistischer Struktur die offene, soziale, liberale Gesellschaft (Demokratie) beschwören.

Kategorien: Theater

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