Metamorphose des Brockhaus

Veröffentlicht von Christian Holst am

Ein aktuell viel diskutiertes Thema in Feuilletons und Blogs ist die Ankündigung, dass es den Brockhaus zukünftig nur noch online geben wird. Warum da allerdings vom Tod des Brockhaus die Rede ist, habe ich nicht ganz verstanden. Schließlich sind doch trotz aller Statussymbolträchtigkeit des gedruckten Brockhaus im Wohnzimmerschrank die Inhalte das Entscheidende und die bleiben erhalten. Ob sich der Online-Brockhaus dann gegen Wikipedia behaupten kann, wird sich erst noch zeigen. Die Chancen, dass das gelingt, stehen allerdings nicht schlecht, denn der Brockhaus genießt »ein wesentlich größeres Vertrauen als Wikipedia«, wie Christian Henner-Fehr schreibt. Das ist sicher richtig.

Kategorien: Bildung

2 Kommentare

Tim 'avatar' Bartel · 14. Februar 2008 um 10:16

Deloitte meint dazu u.a. im FTD-Artikel interessanterweise (und für mich überraschend):
„Ich glaube kaum, dass man gegen Wikipedia bestehen kann. Denn die Marke ist zu stark und das Angebot zu etabliert. Als Spätstarter wird es schwer.“

CH · 14. Februar 2008 um 11:29

Naja, schwer wird es bestimmt. 😉 Aber Brockhaus ist auch eine starke Marke und wenn sie sich über den Qualitätsvorteil profilieren kann, kann das Projekt gelingen. Ich denke, die Chancen stehen hier zumindest besser als bei Google Knol, wo die Abgrenzung zur Wikipedia nicht so auf der Hand liegt.

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