Work-Life-Balance in Kulturberufen

Veröffentlicht von Christian Holst am

Heute hörte ich einen NDR-Info-Podcast mit Stephan Grünewald, Gründer und Inhaber von Rheingold, Institut für qualitative Markt- und Medienanalysen. Neben vielen anderem Interessantem sagte Grünewald auch, Manager, die mehr als 40 Stunden pro Woche arbeiten, sollte man das Gehalt kürzen, da sie auf diese Weise ihr kreatives Potenzial lahmlegen würden. Das fand ich gerade auch in Hinblick auf Kulturberufe interessant, wo einerseits 60-Stunden-Wochen ebenso zum guten Ton gehören wie bei Managern oder Unternehmensberatern und man es andererseits eigentlich besonders wenig leisten kann, kreatives Potenzial zu verschleudern.

Nachtrag: Auf drop.io habe ich übrigens das Interview als MP3-File eingestellt.


3 Kommentare

beisasse · 7. April 2008 um 10:24

oh … und auf kirchliche arbeitsfelder trifft das ganz genau so zu! – guter gedanke.

Berlin · 25. April 2008 um 13:16

Das ist ja nun mal eine schöne Verallgemeinerung!!!
Kann es sein, dass jeder darauf anders reagiert. Der eine steckt lange Arbeitszeiten besser weg, der andere schlechter, die eine Woche hat man damit keine Probleme, die nächste schon?
Kritisch wirds doch immer dann, wenn der Arbeitnehmer dazu gezwungen wird.

CH · 26. April 2008 um 8:55

Es geht dabei weniger um Stresssymptome und Burnout-Gefahr, als vielmehr um flexibles, offenes Denken und Agieren, das umso schwerer zu erhalten ist, je mehr man permanent im eigenen Saft schmort. Auch wenn das natürlich eine pauschale Aussage ist, finde ich sie grundsätzlich sehr einleuchtend. Das berühmte Erfolgsgeheimnis von Google, wo die Mitarbeiter 30% ihrer Arbeitszeit zur freien Verfügung haben, bestätigt das.

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