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Veröffentlicht von Christian Holst am

Das Jahr 2008 ist vorbei, Zeit, ein erstes knappes Fazit zu ziehen, was sich in Sachen «Kultur und Web 2.0» oder zumindest «Kultur und Internet» getan hat. Um es vorweg zu nehmen: So einiges.

Zunächst gibt es eine ganze Reihe neuer Kulturblogs, deren neueste Christian Henner-Fehr aktuell bespricht. Aber beispielsweise auch das Kulturmarketingblog und dieses Blog in seiner jetzigen Form sind Jahrgang 2008.

Die spannendsten Web/Kulturprojekte des vergangenen Jahres sind in meinen Augen allerdings das dacapo-Blog der Duisburger Philharmoniker und die digitale Konzerthalle der Berliner Philharmoniker. Da capo hat beispielhaft gezeigt wie klassische Kulturinstitutionen Blogs für erfolgreiche Kommunikation nutzen können und welche Wirkung sich mit vergleichsweise geringem finanziellen Aufwand erzeugen lässt. Die Digitale Konzerthalle wiederum, die ich kürzlich kommentiert habe, hat zwar nichts mit Web 2.0 zu tun, ist aber beispielhaft für ein professionell gemachtes, innovatives Webprojekt einer Kultureinrichtung.

Sicher kann noch keine Rede davon sein, dass sich Kultur und Web 2.0 nun endgültig gefunden haben. Aber es gibt guten Grund guter Dinge zu sein, dass 2009 ein Jahr wird, in dem weitere spannende Ereignisse und Entwicklungen auf diesem Gebiet stattfinden werden. Gerade aus Duisburg dürfen wir wohl noch einiges erwarten…


8 Kommentare

Norbert · 5. Januar 2009 um 17:45

Die beiden Projekte, die Du benannt hast finde ich auch sehr spannend. Ich beobachte sie auch sehr sorgfältig und muss sagen, dass ich beeindruckt bin. Seien wir gespannt, was 2009 noch Alles mit sich bringt.

Christian Henner-Fehr · 5. Januar 2009 um 17:47

In der schnelllebigen Zeit gehört Ihr aber beide schon zu den Erwachsenen. 🙂

Du hast zwei Highlights 2008 herausgegriffen. Ebenso toll ist in meinen Augen die große Zahl an Blogs, die mittlerweile über Kunst, Kultur, Kulturmanagement, etc. bloggen. Ich hoffe, das geht so weiter…

Frank Tentler · 5. Januar 2009 um 19:04

Hallo Christian,

das ist ein gewichtiges Lob eines Kenners der Szene und wir sind darüber sehr erfreut und, ja, auch stolz. Vielen Dank!

Wir sind gerade dabei, die Planung für 2009 anzugehen und werden uns große Mühe geben, dass aus dem „newcomer“ dacapo im Jahr 2009 ein dauerhaftes Vorzeigeprodukt für „Kultur 2.0“ wird.

Ein Hinweis: wir stehen jederzeit anderen Kulturschaffenden für einen Austausch über unsere Erfahrungen zur Verfügung und freuen uns, wenn wir diesbezüglich angesprochen werden: team(at)dacapo-dp.de .

Viele Grüße,
Frank Tentler
Projektleiter „Philharmonie 2.0“, Duisburger Philharmoniker

Karin Janner · 5. Januar 2009 um 21:29

Danke, dass Du mein Blog genannt hast 🙂

dacapo und die digitale Konzerthalle finde ich auch spannend.

Hinzufügen würde ich noch die Social-Media-Aktivitäten der Kronberg Academy (Blog, Facebook,Twitter, MySpace, StudiVZ, Flickr, YouTube). Wie auch die Duisburger Philharmoniker starten sie nicht einfach ein Blog sondern verbinden verschiedene Web 2.0-Tools. Sie sind überall erst am Beginn und noch am Experimentieren, aber man könnte sagen, die ersten Kultureinrichtungen fahren nun schon eine „integrierte Web 2.0-Strategie“…

Kronberg Academy/Ulrike Schmid · 6. Januar 2009 um 11:08

@Karin Danke, dass Du uns genannt hast 🙂

CH · 6. Januar 2009 um 12:14

Danke für euer Feedback und eure Ergänzungen. Es ließe sich sicher noch eine sehr lange Liste machen. Kronberg Academy ist natürlich auch ein gutes Beispiel. In meinen Augen aber weniger fokussiert als dacapo (aufgrund der Vielzahl der Kanäle, die nicht alle mit der gleichen Intensität wie ein Kanal allein bedient werden können) und dadurch nicht ganz so präsent. Aber momentan muss man ja auch erstmal herausfinden, was gut funktioniert und was weniger.

Florian Fiegel · 10. Januar 2009 um 23:17

Schön, dass wir mit dacapo erwähnt wurden, allerdings fällt mir auf, dass das Jahr 2008 366 Tage hatte … 😀

    CH · 12. Januar 2009 um 8:23

    Tatsache! Am Fazit ändert das zum Glück nichts mehr! 🙂

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