Bedingungsloses Grundeinkommen

Veröffentlicht von Christian Holst am

Im letzten Eintrag habe ich mich etwas über selbst ernannte Querdenker aufgeregt. Eine Ausnahme mache ich bei Götz Werner und seiner Idee vom bedingungslosen Grundeinkommen. Die Idee ist zwar vielleicht nicht realisierbar und nicht finanzierbar und hätte praktisch umgesetzt möglicherweise verheerende Folgen, aber sie ist mal tatsächlich originell und nicht banal, wie Lotters Eigenverantwortungs-Bullshit. (Ja, ja, neues Lieblingswort!)

Mir gefällt der Gedanke. Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen im Hintergrund ergibt auch das zeitgeistige Gerede von »Mehr Eigenverantwortung«, »Mehr Freiheit« und »Mehr Leistungsbereitschaft« einen Sinn. Der Ruf nach umwälzenden Veränderungen ist immer schnell getan und anzunehmen, dass nach diesen Veränderungen wirklich alles besser ist, ist wohl ausgesprochen naiv. Aber an der Idee des Grundeinkommens gefällt mir, dass sie den Menschen etwas zutraut und dass sie überhaupt auf einem Menschenbild fußt und nicht auf rein ökonomischen Vorstellungen. Sie ist allein deswegen besser als Forderungen nach (Bullshit-Alarm!:) Flattaxes, Privatisierung und niedrigen Lohnnebenkosten.

Kategorien: Gesellschaft

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