Braunes Wording

Veröffentlicht von Christian Holst am

Wie gut, dass es so viele wachsame Demokraten mit Rückgrat gibt. So lassen wir uns weder von Wagners Deutschtümeleien einlullen noch von Rudolf Steiner eine rassistische Irrlehre aufschwatzen, noch von Eva Herman erzählen, dass bei den Nazis nicht alles schlecht war und auch nicht von Kardinal Meisner sagen, wann Kunst »entartet« ist.

In meinen Augen ist die Aussage des Kardinals die Empörung gar nicht wert. Nicht, weil ich es gut oder richtig fände, diese oder jene Kunst als »entartet« zu brandmarken, sondern weil sich kein Schwein für Meisners Aussage interessiert hätte, wenn er nicht das Nazi-Wort benutzt hätte. Inhaltlich entspricht seine Aussage genau dem, was man von einem konservativen katholischen Geistlichen erwartet. Aber kaum hören die unerschrockenen Mahner das Wort »entartet«, sind sie alle zur Stelle und überbieten sich gegenseitig in wohlfeiler Empörung. Meine Güte!

Siehe dazu auch meine Diskussion mit Christian Henner-Fehr.

Kategorien: Gesellschaft

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