Öffentliche Entnazifizierung, die 94.

Veröffentlicht von Christian Holst am

Bei Selbst und ständig stieß ich auf die medienwirksam erteilte Reservierungsabsage eines Dresdner Hotels an zwei Sächsische NPD-Landtagsabgeordnete. Welchen Gästen das Hotel das Gastrecht gewährt und welchen nicht, ist sicher deren Sache. Diese Absage derart zu inszenieren und an die große Glocke zu hängen, finde ich allerdings eine recht fragwürdige Form der PR und nicht unbedingt schulterklopfenswert. Aber öffentliche Entnazifizierungsmaßnahmen scheinen gerade ein sehr wohlfeiles Mittel zu sein, um mediale Aufmerksamkeit zu erlangen. Nichtsdestotrotz: Gefallen hat mir die Idee, alle evtl. Umsätze der NPD-Abgeordneten der Dresdner Synagoge zu spenden. Das ist eine intelligente Art mit dem Problem umzugehen, denn ein Abgeordneter einer freiheitlichen Gesellschaft kann mit solch einer Spende natürlich kein Problem haben. So bekommt man diese Leute doch viel besser zu fassen, als mit selbstgerechter Empörung über deren Standpunkte.

Kategorien: Gesellschaft

1 Kommentar

beisasse · 1. November 2007 um 10:48

heute morgen las ich von dem film „reichsorchester“ – du wirst sicherlich darüber bloggen.

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